»Kultur | Standort.Bestimmung« ab jetzt auf Facebook

Seit vielen Monaten arbeiten wir fleißig an unserem Projekt »Kultur | Standort.Bestimmung«, damit wir im Herbst diesen Jahres auch wirklich ein beachtenswertes Ergebnis präsentieren können. Wir haben interessante Partner gefunden, haben Referentinnen und Referenten für die Podien angesprochen und Künstlerinnen und Künstler für das Rahmenprogramm gewonnen. Mittlerweile ist schon so viel zusammen gekommen und das Projekt hat sich auch inhaltlich so stark weiterentwickelt, dass es Zeit wird, endlich aus dem »Labor« herauszutreten und über diese spannende Arbeit zu berichten.

Also wollen wir den Aufbruch in den Frühling nutzen und werden ab jetzt möglichst aktuell über den Stand des Projekts berichten. Ab heute sind wir mit »Kultur | Standort.Bestimmung« auf Facebook vertreten. Dort posten wir interessante Informationen und Neuigkeiten aus dem Projekt. Über Besuche der Seite und die Verbreitung interessanter Neuigkeiten freuen wir uns ebenso wie über Beiträge und Kommentare aller Beteiligten.

Auch unsere Website wird sich demnächst verändern, wird umfangreicher, übersichtlicher und – vor allem – aktueller werden. Da unsere personellen Ressourcen zur Zeit noch recht beschränkt sind, wird das alles leider nur Schritt für Schritt passieren. Aber wir bleiben dran!

Die Musiksparte der Initiative Leipzig+Kultur wacht auf

An diesem Thema bleiben wir jetzt noch eine Weile direkt dran und deshalb veröffentlichen wir auf unserer Website die kurze – sehr erfreuliche – Mitteilung von Anja-Christin Winkler zum Spartentreffen Musik in dieser Woche:

Nach einer über einjährigen kreativen Pause trafen sich gestern, am 16.3., erstmals wieder Vertreter der freien Leipziger Musikszene in der MB, um sich neu zu konstituieren. Das Ergebnis des Treffens war die Bildung einer Arbeitsgruppe, die in Vorbereitung einer Spartenversammlung Musik, Themenschwerpunkte herausarbeiten wird. In der Diskussion wurde die Notwendigkeit betont, sich für die Einhaltung der 5% Förderzusage stark zu machen, da diese vonseiten der Stadt immer wieder unterlaufen wird. Aber es wurden auch interessante Vorschläge unterbreitet, wie die Stadtverwaltung auf einfache Weise die freie Musikszene jenseits des Finanziellen wirksam unterstützen könnte. Falk Elstermann, Sprecher der Initiative Leipzig+Kultur, freut sich auf die Zusammenarbeit: “In Hinblick auf die Diskussionen zum Kulturentwicklungsplan für die Jahre 2016 – 2021 und die Fachförderrichtlinie Kultur ist es dringend nötig, dass die Belange der freien Musiker und Musikerinnen in den Gesprächen der Initiative mit Politik und Verwaltung nachhaltiger Berücksichtigung finden. Dies kann nur eine starke Spartenvertretung leisten, die sich intensiv und kompetent einbringt.” Eine Vollversammlung der Sparte Musik, bei der ein neuer Spartensprecher bzw. Spartensprecherin gewählt werden soll, ist im Mai geplant.

Viele Grüße
Anja-Christin Winkler
Künstlerische Leitung
Flügelschlag Werkbühne e.V.

Musiksparte von L+K konstituiert sich neu

Endlich hat jemand die Initiative ergriffen und versucht, die Musiksparte in der Initiative Leipzig + Kultur neu aufzustellen.

Dies ist dringend notwendig, denn seit fast zwei Jahren gibt es keine_n Spartensprecher_In und deshalb können die Belange der freien Musiker_Innen unserer Stadt nur bedingt im Sprecherrat und in den Gesprächen der Initiative mit Politik und Verwaltung Berücksichtigung finden. Dabei stehen ganz wesentliche Entscheidungen und Prozesse auf der Tagesordnung: Ein städtischer Kulturentwicklungsplan für die Jahre 2016 – 2021 wird derzeit erarbeitet, die Fachförderrichtlinie Kultur und die Rahmenrichtlinie der Stadt zur Förderung freier Träger sind in der Überarbeitung. Auch sind die 5 Prozent noch immer nicht erreicht (und reichen auch nicht für die Herausforderungen der Zukunft).

Deshalb bitten wir, die Einladung zum Spartentreffen ernst zu nehmen und am 16. März, 19:00 Uhr in der mb unbedingt dabei zu sein. Für eine starke Musiksparte. Für eine starke Freie Kulturszene in Leipzig.

Alles bereit für das große Gemeinschaftsprojekt der Freien Szene 2015

Nachdem die Fördervoraussetzungen für Kulturprojekte im Rahmen von „Kultur | Standort.Bestimmung“ mit dem Kulturamt vereinbart werden konnten, sind nun auch die letzten Schritte zur Vorbereitung des Vergabeverfahrens getan. Bei seiner Sitzung am 16. September hat der Sprecherrat L+K die Spartensprecherin Darstellende Kunst, Sophie Renz, in die Jury gewählt. Diese besteht somit aus Prof. Ana Dimke (Rektorin der HGB), Tobias J. Knoblich (Kulturdirektor Erfurt) und Sophie Renz (L+K). Die Leitung des Vergabeverfahrens hat Falk Elstermann übernommen.

Anträge auf Projektförderung können noch bis zum 30.09.2014 (Posteingang Kulturamt bzw. Einwurf in Nachtbriefkasten des Rathauses) eingereicht werden. Dazu hier die Information des Kulturamtes, das Antragsformular und die Erläuterungen zum Antrag. Für Fragen zum Projekt und zur Antragstellung steht unsere Projektleiterin Yvonne Meyer zur Verfügung. Tel.: 0341 35592005 | Email: ymeyer@leipzig2015.de

Weiterhin hat bei der Beratung am 16. September die Spartensprecherin Bildende Kunst, Constanze Müller, das Amt des geschäftsführenden Vorstandes unserer Initiative übernommen. Was darüber hinaus besprochen und beschlossen wurde, kann man dem Ergebnisprotokoll entnehmen.

Kulturentwicklungsplanung der Stadt Leipzig ohne die Freie Szene?

Der Kulturentwicklungsplan der Stadt Leipzig wird überarbeitet – doch leider mit ungenügender Beteiligung der Freien Szene. Am Montag, dem 29. September 2014 findet die Auftaktveranstaltung im Rathaus statt, zu der alle maßgeblichen Akteure der Leipziger Kulturlandschaft eingeladen wurden – jedoch ohne die Spartenvertreter der Initiative Leipzig+Kultur. Von der Freien Szene wurden lediglich eine Vertreterin der AG Soziokultur und ein Vertreter des Jour Fixe Kulturelle Bildung eingeladen.

Wahrscheinlich ist dies infolge des Stadtratsbeschlusses vom 17.09.2008 (unserem 5%-Beschluss) so geschehen, weil dieser zur Präzisierung des KEP der Stadt die Verwaltung beauftragt hat, Entwicklungskonzeptionen für die Eigenbetriebe, die Soziokultur und die Kulturelle Bildung zu erarbeiten. Dies fand und findet in der Soziokultur und in der Kulturellen Bildung mit Beteiligung freier Träger statt.

Die Initiative Leipzig+Kultur hat in den Runden Tischen nach diesem Stadtratsbeschluss immer wieder klar gemacht, dass dies nicht genügt, da in der Entwicklungskonzeption der Stadt alle Bereiche der freien Kulturarbeit abgebildet sein müssen. Wir haben damals Einigkeit darüber erzielt, dass die Arbeitsprozesse in der Soziokultur und der Kulturellen Bildung Modellcharakter haben und nach erfolgreichem Abschluss unmittelbar auf die andern Sparten der Freien Szene übertragen werden sollen. Leider ist dies in den letzten Jahren – trotz mehrfacher Intervention unsererseits – nicht erfolgt.

Nun will der Kulturdezernent diesen Fehler offensichtlich auch im neuen KEP fortschreiben. Wir haben uns mit einem Brief an ihn gewandt, um die Einladung der Spartenvertreter von L+K zu erreichen, erhielten jedoch die Antwort, dass (nur) die Konzeptionen für die Soziokultur und die Kulturelle Bildung weiterentwickelt würden. Ein Skandal!

Aus dem unsäglichen Workshopverfahren zur Novellierung der Fachförderrichtlinie 2011/2012 ist uns noch in lebhafter Erinnerung, welche untauglichen Ergebnisse herauskommen, wenn die Akteure mit der praktischen Fachkompetenz von Konzeptionsprozessen ausgeschlossen werden.

Wir werden in den nächsten Wochen versuchen, den Kulturbürgermeister zu einem ganzheitlichen Blick auf die Freie Szene zu bewegen und alle Spartenvertreter an der Weiterentwicklung des KEP der Stadt Leipzig zu beteiligen.

Kunstproduktionen für »Kultur | Standort.Bestimmung« gesucht

Eigentlich sind es ja zwei Meldungen.

Zum ersten: Die Spartenvertreter von L+K haben gemeinsam mit der Projektleiterin Yvonne Meyer in den letzten Monaten intensiv an der weiteren Präzisierung des Konzepts für das große Gemeinschaftsprojekt der Leipziger Kulturszene anlässlich des Stadtjubiläums im nächsten Jahr gearbeitet und jetzt steht fest, dass es dieses Projekt, bestehend aus einem kulturpolitischen Kongress und einem Kulturfestival, geben wird. Es heißt »Kultur | Standort.Bestimmung« und wird in der Zeit vom 21. – 27. September 2015 stattfinden.

Zum zweiten: Es ist gelungen, gemeinsam mit dem Kulturamt Leipzig ein Verfahren zu entwickeln, das Neuproduktionen, die sich mit den Themen des Kongresses künstlerisch auseinandersetzen, zu einem Schwerpunkt der städtischen Projektförderung im Jahr 2015 erhebt und in dem eine von unserer Initiative benannte Jury Förderempfehlungen aussprechen darf.

Mit diesen beiden (Zwischen)Ergebnissen sind wir auf einem guten Weg, die Anregungen und Wünsche aus dem Workshop der Freien Szene im Juni letzten Jahres in die Tat umzusetzen und tatsächlich einen angemessenen Aufschlag der Kulturszene zum Stadtjubiläum zu leisten – und das sowohl in kulturpolitisch/theoretischer als auch in künstlerischer Hinsicht. Auch werten wir es als einen wichtigen Erfolg für selbstbestimmte Kultur, dass es der Freien Szene möglich wurde, gemeinsam mit der Kulturverwaltung Schwerpunkte für die städtische Projektförderung zu definieren. Das lässt für die Zukunft hoffen.

Aktuell arbeitet die Projektleitung von »Kultur | Standort.Bestimmung« mit Hochdruck an der Finanzierung des Kulturkongresses, hat zahlreiche Gespräche mit potentiellen Geldgebern geführt und bereitet Förderanträge vor. Parallel laufen die konzeptionellen Gespräche mit unseren inhaltlichen Partnern bei Kulturverbänden, der KuPoGe, der Uni und den Kunsthochschulen weiter und die Struktur des Kongresses mit Foren, Podien und Workshops nimmt immer konkretere Gestalt an.

Doch noch einmal zum Kulturfestival: Wir rufen hiermit alle Leipziger Künstler und Kulturschaffenden auf, Projektideen zu entwickeln und beim Kulturamt Leipzig zur Förderung einzureichen, die sich inhaltlich mit den Themen von »Kultur | Standort.Bestimmung« befassen. Unser Ziel ist es, im Rahmen des Festivals die Qualität und Vielfalt der Leipziger Kulturszene eindrucksvoll zu demonstrieren und interessante und zukunftsweisende Diskussionen zu Kultur und Gesellschaft anzuregen.

Die Bekanntmachung des Kulturamtes zur Projektförderung im Rahmen von »Kultur | Standort.Bestimmung« mit der Definition des Verfahrens kann man sich hier herunterladen.

Die Jury zur Beurteilung der Projektförderanträge im Rahmen von »Kultur | Standort.Bestimmung« wird gebildet von: Prof. Dr. Ana Dimke (Rektorin HGB), Tobias J. Knoblich (Kulturdirektor Erfurt) und einem Spartenvertreter von L+K.

Fragen zum Projekt und zur Antragstellung beantworten: Yvonne Meyer (Projektleiterin L+K) – 0341-35592005 – ymeyer@leipzig2015.de und Matthias Graf (Kulturamt) – 0341-1234293 – matthias.graf@Leipzig.de

Leipzig + Kultur ist endlich ein gemeinnütziger Verein

Vor drei Tagen ist der gemeinnützige Verein Leipzig + Kultur e.V. ins Register des Amtsgerichtes Leipzig eingetragen worden. Damit ist es amtlich: Wir sind ein Verein und können nun endlich beginnen, eine professionelle Struktur aufzubauen, die sowohl unsere politische Arbeit kontinuierlich und in angemessener Qualität begleitet als auch unsere interne und externe Kommunikation verbessert (Wer schaut, von wann die letzte Meldung auf dieser Seite datiert, weiß wovon ich spreche. Und das ist nur die Spitze des Eisberges …)

Der Gründung vorangegangen war ein längerer Diskussionsprozess, in dem wir uns über Sinn und Funktion eines Vereins für das Anliegen der Initiative Leipzig + Kultur sowie über die Satzung ausgetauscht haben (vielen Dank nochmals an die zahlreichen Mitstreiter und -denker). Bei der Gründungsversammlung am 16.06. im Lofft ging es dann noch einmal in einer lange Debatte hoch her (zum Glück hatten wir die Versammlung nach das Fußballspiel verlegt, sonst wäre es einfach nicht zu schaffen gewesen), bevor sich unser Verein mit 15 Gründungsmitgliedern – in guter Mischung aus Künstlern, Privatpersonen und Kultureinrichtungen – konstituierte. In den Vorstand wurden die bisherigen Spartensprecher gewählt. Noch im Herbst soll die nächste Vollversammlung stattfinden, um den Verein strukturell um noch fehlende Sparten zu erweitern und dementsprechend den Vorstand neu zu wählen.

Wen es interessiert, der findet hier die Satzung in der endgültigen, von der Gründungsversammlung beschlossenen Fassung, die Beurkundung und den Registereintrag.

Doch jetzt ist erst einmal Sommer …

1.000 Jahre Leipzig – nun doch mit L+K-Projekt ?!

Nach der großen Enttäuschung mit dem Leipziger Kulturbürgermeister, der es nicht für opportun hielt, sich für unser Projekt einzusetzen (wobei es ja schon genügt hätte, den Prozeß nicht über Monate hinauszuzögern), hat nun der Jubiläumsbeauftragte, Kämmerer Torsten Bonew, das Heft des Handelns in die Hand genommen. Bei einem Gespräch am vergangenen Freitag konnten (O-Ton Bonew) “bisherige Missverständnisse in der Kommunikation und im Umgang mit dem großartigen Konzept der Initiative Leipzig+Kultur ausgeräumt werden.” Von nun an wird er sich persönlich um dieses Projekt kümmern und den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen unserer Initiative halten.

Für L+K heißt das konkret, dass wir uns auf die Schaffung einer Projektleitungsstelle zum 1. April 2014 (in Worten: zweitausendVIERzehn) einigen konnten, deren Kosten durch den Leipzig 2015 e.V. übernommen werden. Damit ist die allerwichtigste Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Konzepts und die verlässliche, kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern (den aktuellen und den zukünftigen) geschaffen.

Jetzt müssen wir nur noch die Person finden, die die für eine solch umfangreiche und komplexe Aufgabe erforderliche Kompetenz mitbringt und noch dazu sofort einsteigen kann. Parallel sind wir dabei, den erforderlichen Arbeitsplatz einzurichten, wobei uns eine enge (auch räumliche) Anbindung an einen freien Kulturträger sehr wichtig ist. Und dann kann es losgehen!

Wir sind jetzt einen (in Worten: EINEN) großen Schritt weiter und hoffen, dass wir endlich Fahrt aufnehmen und die verlorenen Monate wieder herausholen können.

Und, dass die Unterstützung durch die Stadt weiter wächst und uns erhalten bleibt !!!

Fortsetzung folgt.

Informationskultur – 1.000 ?

Liebe Leserinnen und Leser unserer Website,

leider dürfen wir einige Dokumente, auf die in unserem Artikel vom 4. März 2014 verwiesen wird, nicht länger veröffentlichen. In einem Schreiben vom 7. März 2014 hat uns Kulturbürgermeister Michael Faber aufgefordert, „diese Daten (Protokolle und Briefverkehr) unverzüglich, innerhalb von 24 Stunden, von der Website zu entfernen. (…) Falls die Daten nicht gelöscht werden, wird der Fall an das Rechtsamt weitergeleitet.“

Das ist unmissverständlich und natürlich kommen wir dieser Aufforderung nach. Unser Bestreben ist es nicht, mit dem Kulturdezernat im Rechtsstreit zu liegen. Wir wollten lediglich Transparenz herstellen. Schließlich geht es bei den betreffenden Dokumenten und der dazu gehörigen politischen Diskussion darum, wie sich die Kulturstadt Leipzig anlässlich ihres 1.000jährigen Jubiläums präsentiert – und selbst versteht.

Sollten wir in diesem Bestreben nach Meinung des Kulturbürgermeisters zu weit gegangen sein, tut uns das leid.

1.000 Jahre Leipzig. Die Zeit läuft uns davon.

Dass Leipzig im nächsten Jahr sein 1.000jähriges als KULTURSTADT begeht, ist uns ein wichtiges Anliegen und war Antrieb dafür, ein Konzept für ein angemessenes Großprojekt der Leipziger Kulturschaffenden zu entwickeln. Die Ergebnisse des Workshops vom 12. Juni 2013 (Protokoll) haben die Spartenvertreter zu einem Konzept verdichtet und dieses an den Kulturbürgermeister gegeben, damit er es in das Jubiläumsprogramm integriert. Daraufhin fand am 20. September 2013 ein Gespräch zwischen Peter Matzke vom Kulturdezernat, Sophie Renz und mir statt, in dem wir gebeten wurden, unser Konzept zu konkretisieren und den Förderanteil der Stadt unter 100 T€ zu deckeln. Dies haben wir getan und die Überarbeitung (aktuelles Konzept) Mitte November ans Kulturdezernat gesandt. Gleichzeitig haben wir begonnen, Kontakte zu potentiellen Partnern zu knüpfen und diese für unsere Idee zu interessieren. Sowohl die Kulturpolitische Gesellschaft, der Landesverband Soziokultur, das Referat Wissenspolitik der Stadt als auch zahlreiche Kulturpolitiker des Leipziger Stadtrates zeigten sich begeistert und haben großes Interesse signalisiert, sich in die Realisierung des Vorhabens einzubringen.

Parallel hierzu wurde unser Konzept im Festkommitee zum Stadtjubiläum diskutiert und nach anfänglicher Skepsis stimmt mittlerweile auch der Jubiläumsbeauftragte, Kämmerer Torsten Bonew, unserm Ansatz zu. Was nun dran ist, ist die weitere Verfeinerung des Konzepts, die Erweiterung des Partnerkreises (Uni, Kunsthochschulen, Fachverbände) und dessen intesive Einbindung sowie die konkrete Vorbereitung des Vorhabens (Entwicklung Tagungskonzept und -design, Entwicklung der Ausschreibung der Fördermittel für Sonderprojekte, Akquise von Drittmitteln, Gründung des Festivalkuratoriums, …). Da uns im Sprecherrat der Initiative L+K von Beginn an klar war, dass wir nicht in der Lage sein werden, dies neben unseren beruflichen Aufgaben zu bewältigen, haben wir mit der Einreichung des Konzepts um ein Gespräch mit dem Kulturdezernenten gebeten, in dem wir die Finanzierung der im Jahr 2014 anfallenden Kosten (insbesondere für Personal) klären wollten. Diesen Termin haben wir leider erst am 7. Januar dieses Jahres bekommen.

In einem ca. 90minütigen, sehr intensiven Gespräch gelang es Sophie Renz und mir, sowohl Michael Faber als auch den anwesenden Geschäftsführer des Leipzig2015e.V., Dirk Thärichen, vom Konzept zu überzeugen und die nächsten Schritte zu verabreden. Als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit fertigten wir ein Ergebnisprotokoll der Besprechung an und sandten es dem Dezernat noch in derselben Woche mit der Bitte zu, die Ergebnisse zu bestätigen und damit die Voraussetzungen für die erforderlichen, konkreten Schritte (Stellenausschreibung und Personalbindung) zu schaffen. Trotz mehrfacher Nachfrage im Dezernat erhielten wir diese Bestätigung nicht und so sandten wir am 30. Januar ein dringendes Schreiben an Michael Faber, in dem wir auf die Gefährdung des Projektes hinwiesen. Als Reaktion erhielten wir am 6. Februar das Antwortschreiben des Dezernenten, dem diese Sicht auf das Gespräch vom 7. Januar beigefügt war.

Da wir Spartenvertreter außerstande sind, die anstehende, gewaltige Aufgabe “so nebenbei” zu erledigen und wir es für unverantwortlich halten, einen Arbeitsprozess (zumal unter – verbindlicher – Einbeziehung von zahlreichen hochkarätigen Partnern) zu starten, den wir personell nicht absichern können und für den uns in großen Teilen auch die Expertise fehlt, haben wir am 10. Februar einen Aufruf in den grßen Verteiler unserer Initiative gegeben, um vielleicht doch noch jemanden zu finden, der das Projekt vorantreiben kann. Leider hat sich niemand für diese ehrenamtliche Aufgabe gefunden.

Mittlerweile hat das Thema den Fachausschuss Kultur erreicht, denn so einfach wollen die Leipziger Kulturpolitiker eine solch großartige Chance für ihre Stadt doch nicht aus der Hand geben. Zur nächsten Sitzung des Fachausschusses ist der Jubiläumsbeauftragte, Kämmerer Torsten Bonew, eingeladen und ein Vertreter unserer Initiative wird auch anwesend sein. Vielleicht gewinnen die Entscheider dann die erforderliche Klarheit und entwickeln die notwendige Entschlusskraft, um unser Projekt doch noch auf den Werg zu bringen. Die Zeit wird in jedem Fall sehr knapp.