Kunstproduktionen für »Kultur | Standort.Bestimmung« gesucht

Eigentlich sind es ja zwei Meldungen.

Zum ersten: Die Spartenvertreter von L+K haben gemeinsam mit der Projektleiterin Yvonne Meyer in den letzten Monaten intensiv an der weiteren Präzisierung des Konzepts für das große Gemeinschaftsprojekt der Leipziger Kulturszene anlässlich des Stadtjubiläums im nächsten Jahr gearbeitet und jetzt steht fest, dass es dieses Projekt, bestehend aus einem kulturpolitischen Kongress und einem Kulturfestival, geben wird. Es heißt »Kultur | Standort.Bestimmung« und wird in der Zeit vom 21. – 27. September 2015 stattfinden.

Zum zweiten: Es ist gelungen, gemeinsam mit dem Kulturamt Leipzig ein Verfahren zu entwickeln, das Neuproduktionen, die sich mit den Themen des Kongresses künstlerisch auseinandersetzen, zu einem Schwerpunkt der städtischen Projektförderung im Jahr 2015 erhebt und in dem eine von unserer Initiative benannte Jury Förderempfehlungen aussprechen darf.

Mit diesen beiden (Zwischen)Ergebnissen sind wir auf einem guten Weg, die Anregungen und Wünsche aus dem Workshop der Freien Szene im Juni letzten Jahres in die Tat umzusetzen und tatsächlich einen angemessenen Aufschlag der Kulturszene zum Stadtjubiläum zu leisten – und das sowohl in kulturpolitisch/theoretischer als auch in künstlerischer Hinsicht. Auch werten wir es als einen wichtigen Erfolg für selbstbestimmte Kultur, dass es der Freien Szene möglich wurde, gemeinsam mit der Kulturverwaltung Schwerpunkte für die städtische Projektförderung zu definieren. Das lässt für die Zukunft hoffen.

Aktuell arbeitet die Projektleitung von »Kultur | Standort.Bestimmung« mit Hochdruck an der Finanzierung des Kulturkongresses, hat zahlreiche Gespräche mit potentiellen Geldgebern geführt und bereitet Förderanträge vor. Parallel laufen die konzeptionellen Gespräche mit unseren inhaltlichen Partnern bei Kulturverbänden, der KuPoGe, der Uni und den Kunsthochschulen weiter und die Struktur des Kongresses mit Foren, Podien und Workshops nimmt immer konkretere Gestalt an.

Doch noch einmal zum Kulturfestival: Wir rufen hiermit alle Leipziger Künstler und Kulturschaffenden auf, Projektideen zu entwickeln und beim Kulturamt Leipzig zur Förderung einzureichen, die sich inhaltlich mit den Themen von »Kultur | Standort.Bestimmung« befassen. Unser Ziel ist es, im Rahmen des Festivals die Qualität und Vielfalt der Leipziger Kulturszene eindrucksvoll zu demonstrieren und interessante und zukunftsweisende Diskussionen zu Kultur und Gesellschaft anzuregen.

Die Bekanntmachung des Kulturamtes zur Projektförderung im Rahmen von »Kultur | Standort.Bestimmung« mit der Definition des Verfahrens kann man sich hier herunterladen.

Die Jury zur Beurteilung der Projektförderanträge im Rahmen von »Kultur | Standort.Bestimmung« wird gebildet von: Prof. Dr. Ana Dimke (Rektorin HGB), Tobias J. Knoblich (Kulturdirektor Erfurt) und einem Spartenvertreter von L+K.

Fragen zum Projekt und zur Antragstellung beantworten: Yvonne Meyer (Projektleiterin L+K) – 0341-35592005 – ymeyer@leipzig2015.de und Matthias Graf (Kulturamt) – 0341-1234293 – matthias.graf@Leipzig.de

Leipzig + Kultur ist endlich ein gemeinnütziger Verein

Vor drei Tagen ist der gemeinnützige Verein Leipzig + Kultur e.V. ins Register des Amtsgerichtes Leipzig eingetragen worden. Damit ist es amtlich: Wir sind ein Verein und können nun endlich beginnen, eine professionelle Struktur aufzubauen, die sowohl unsere politische Arbeit kontinuierlich und in angemessener Qualität begleitet als auch unsere interne und externe Kommunikation verbessert (Wer schaut, von wann die letzte Meldung auf dieser Seite datiert, weiß wovon ich spreche. Und das ist nur die Spitze des Eisberges …)

Der Gründung vorangegangen war ein längerer Diskussionsprozess, in dem wir uns über Sinn und Funktion eines Vereins für das Anliegen der Initiative Leipzig + Kultur sowie über die Satzung ausgetauscht haben (vielen Dank nochmals an die zahlreichen Mitstreiter und -denker). Bei der Gründungsversammlung am 16.06. im Lofft ging es dann noch einmal in einer lange Debatte hoch her (zum Glück hatten wir die Versammlung nach das Fußballspiel verlegt, sonst wäre es einfach nicht zu schaffen gewesen), bevor sich unser Verein mit 15 Gründungsmitgliedern – in guter Mischung aus Künstlern, Privatpersonen und Kultureinrichtungen – konstituierte. In den Vorstand wurden die bisherigen Spartensprecher gewählt. Noch im Herbst soll die nächste Vollversammlung stattfinden, um den Verein strukturell um noch fehlende Sparten zu erweitern und dementsprechend den Vorstand neu zu wählen.

Wen es interessiert, der findet hier die Satzung in der endgültigen, von der Gründungsversammlung beschlossenen Fassung, die Beurkundung und den Registereintrag.

Doch jetzt ist erst einmal Sommer …

1.000 Jahre Leipzig – nun doch mit L+K-Projekt ?!

Nach der großen Enttäuschung mit dem Leipziger Kulturbürgermeister, der es nicht für opportun hielt, sich für unser Projekt einzusetzen (wobei es ja schon genügt hätte, den Prozeß nicht über Monate hinauszuzögern), hat nun der Jubiläumsbeauftragte, Kämmerer Torsten Bonew, das Heft des Handelns in die Hand genommen. Bei einem Gespräch am vergangenen Freitag konnten (O-Ton Bonew) “bisherige Missverständnisse in der Kommunikation und im Umgang mit dem großartigen Konzept der Initiative Leipzig+Kultur ausgeräumt werden.” Von nun an wird er sich persönlich um dieses Projekt kümmern und den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen unserer Initiative halten.

Für L+K heißt das konkret, dass wir uns auf die Schaffung einer Projektleitungsstelle zum 1. April 2014 (in Worten: zweitausendVIERzehn) einigen konnten, deren Kosten durch den Leipzig 2015 e.V. übernommen werden. Damit ist die allerwichtigste Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Konzepts und die verlässliche, kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern (den aktuellen und den zukünftigen) geschaffen.

Jetzt müssen wir nur noch die Person finden, die die für eine solch umfangreiche und komplexe Aufgabe erforderliche Kompetenz mitbringt und noch dazu sofort einsteigen kann. Parallel sind wir dabei, den erforderlichen Arbeitsplatz einzurichten, wobei uns eine enge (auch räumliche) Anbindung an einen freien Kulturträger sehr wichtig ist. Und dann kann es losgehen!

Wir sind jetzt einen (in Worten: EINEN) großen Schritt weiter und hoffen, dass wir endlich Fahrt aufnehmen und die verlorenen Monate wieder herausholen können.

Und, dass die Unterstützung durch die Stadt weiter wächst und uns erhalten bleibt !!!

Fortsetzung folgt.

Informationskultur – 1.000 ?

Liebe Leserinnen und Leser unserer Website,

leider dürfen wir einige Dokumente, auf die in unserem Artikel vom 4. März 2014 verwiesen wird, nicht länger veröffentlichen. In einem Schreiben vom 7. März 2014 hat uns Kulturbürgermeister Michael Faber aufgefordert, „diese Daten (Protokolle und Briefverkehr) unverzüglich, innerhalb von 24 Stunden, von der Website zu entfernen. (…) Falls die Daten nicht gelöscht werden, wird der Fall an das Rechtsamt weitergeleitet.“

Das ist unmissverständlich und natürlich kommen wir dieser Aufforderung nach. Unser Bestreben ist es nicht, mit dem Kulturdezernat im Rechtsstreit zu liegen. Wir wollten lediglich Transparenz herstellen. Schließlich geht es bei den betreffenden Dokumenten und der dazu gehörigen politischen Diskussion darum, wie sich die Kulturstadt Leipzig anlässlich ihres 1.000jährigen Jubiläums präsentiert – und selbst versteht.

Sollten wir in diesem Bestreben nach Meinung des Kulturbürgermeisters zu weit gegangen sein, tut uns das leid.

1.000 Jahre Leipzig. Die Zeit läuft uns davon.

Dass Leipzig im nächsten Jahr sein 1.000jähriges als KULTURSTADT begeht, ist uns ein wichtiges Anliegen und war Antrieb dafür, ein Konzept für ein angemessenes Großprojekt der Leipziger Kulturschaffenden zu entwickeln. Die Ergebnisse des Workshops vom 12. Juni 2013 (Protokoll) haben die Spartenvertreter zu einem Konzept verdichtet und dieses an den Kulturbürgermeister gegeben, damit er es in das Jubiläumsprogramm integriert. Daraufhin fand am 20. September 2013 ein Gespräch zwischen Peter Matzke vom Kulturdezernat, Sophie Renz und mir statt, in dem wir gebeten wurden, unser Konzept zu konkretisieren und den Förderanteil der Stadt unter 100 T€ zu deckeln. Dies haben wir getan und die Überarbeitung (aktuelles Konzept) Mitte November ans Kulturdezernat gesandt. Gleichzeitig haben wir begonnen, Kontakte zu potentiellen Partnern zu knüpfen und diese für unsere Idee zu interessieren. Sowohl die Kulturpolitische Gesellschaft, der Landesverband Soziokultur, das Referat Wissenspolitik der Stadt als auch zahlreiche Kulturpolitiker des Leipziger Stadtrates zeigten sich begeistert und haben großes Interesse signalisiert, sich in die Realisierung des Vorhabens einzubringen.

Parallel hierzu wurde unser Konzept im Festkommitee zum Stadtjubiläum diskutiert und nach anfänglicher Skepsis stimmt mittlerweile auch der Jubiläumsbeauftragte, Kämmerer Torsten Bonew, unserm Ansatz zu. Was nun dran ist, ist die weitere Verfeinerung des Konzepts, die Erweiterung des Partnerkreises (Uni, Kunsthochschulen, Fachverbände) und dessen intesive Einbindung sowie die konkrete Vorbereitung des Vorhabens (Entwicklung Tagungskonzept und -design, Entwicklung der Ausschreibung der Fördermittel für Sonderprojekte, Akquise von Drittmitteln, Gründung des Festivalkuratoriums, …). Da uns im Sprecherrat der Initiative L+K von Beginn an klar war, dass wir nicht in der Lage sein werden, dies neben unseren beruflichen Aufgaben zu bewältigen, haben wir mit der Einreichung des Konzepts um ein Gespräch mit dem Kulturdezernenten gebeten, in dem wir die Finanzierung der im Jahr 2014 anfallenden Kosten (insbesondere für Personal) klären wollten. Diesen Termin haben wir leider erst am 7. Januar dieses Jahres bekommen.

In einem ca. 90minütigen, sehr intensiven Gespräch gelang es Sophie Renz und mir, sowohl Michael Faber als auch den anwesenden Geschäftsführer des Leipzig2015e.V., Dirk Thärichen, vom Konzept zu überzeugen und die nächsten Schritte zu verabreden. Als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit fertigten wir ein Ergebnisprotokoll der Besprechung an und sandten es dem Dezernat noch in derselben Woche mit der Bitte zu, die Ergebnisse zu bestätigen und damit die Voraussetzungen für die erforderlichen, konkreten Schritte (Stellenausschreibung und Personalbindung) zu schaffen. Trotz mehrfacher Nachfrage im Dezernat erhielten wir diese Bestätigung nicht und so sandten wir am 30. Januar ein dringendes Schreiben an Michael Faber, in dem wir auf die Gefährdung des Projektes hinwiesen. Als Reaktion erhielten wir am 6. Februar das Antwortschreiben des Dezernenten, dem diese Sicht auf das Gespräch vom 7. Januar beigefügt war.

Da wir Spartenvertreter außerstande sind, die anstehende, gewaltige Aufgabe “so nebenbei” zu erledigen und wir es für unverantwortlich halten, einen Arbeitsprozess (zumal unter – verbindlicher – Einbeziehung von zahlreichen hochkarätigen Partnern) zu starten, den wir personell nicht absichern können und für den uns in großen Teilen auch die Expertise fehlt, haben wir am 10. Februar einen Aufruf in den grßen Verteiler unserer Initiative gegeben, um vielleicht doch noch jemanden zu finden, der das Projekt vorantreiben kann. Leider hat sich niemand für diese ehrenamtliche Aufgabe gefunden.

Mittlerweile hat das Thema den Fachausschuss Kultur erreicht, denn so einfach wollen die Leipziger Kulturpolitiker eine solch großartige Chance für ihre Stadt doch nicht aus der Hand geben. Zur nächsten Sitzung des Fachausschusses ist der Jubiläumsbeauftragte, Kämmerer Torsten Bonew, eingeladen und ein Vertreter unserer Initiative wird auch anwesend sein. Vielleicht gewinnen die Entscheider dann die erforderliche Klarheit und entwickeln die notwendige Entschlusskraft, um unser Projekt doch noch auf den Werg zu bringen. Die Zeit wird in jedem Fall sehr knapp.

Der Workshop ist gelaufen – Das Ergebnis wird auf sich warten lassen

Am vorletzten Freitag fand sie nun statt, die mit großen Erwartungen belegte Neuauflage eines Workshops zur Fachförderrichtlinie Kultur der Stadt Leipzig. Der Einladung des Kulturamtes folgten nahezu vollständig der Fachausschuss Kultur und die Spartenvertreter von L+K, ergänzt um einige weitere Szenevertreter, die spontan nach der kurzfristigen Öffnung des Verfahrens durch das Amt, die Zeit fanden, dabei zu sein.

Schon im Vorfeld war uns klar, dass das sehr eng bemessene Zeitfenster von nur zwei Stunden keine Gelegenheit bieten würde, die anstehenden Themen auszudiskutieren und zu Vereinbarungen zu finden. Deshalb bestand unser zentrales Interesse darin, die vorher abgestimmten Ergänzungs- bzw. Änderungsanträge der Freien Szene möglichst vollständig einzubringen und Klarheit über das weitere Verfahren – natürlich unter Einbeziehung der Politik und unserer Initiative – zu erlangen.

Und so kam es dann auch. Unter der souveränen Gesprächsleitung von Cerstin Gerecht, der ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken möchte, und mit entsprechend reduzierter und fokussierter Erwartungshaltung unsererseits, erlebten wir eine sehr konstruktive Atmosphäre und ein intensives Voranschreiten im Gegenstand. Es gelang uns, alle wesentlichen Aspekte und Vorschläge einzubringen (siehe unsere Zusammenfassung). Interessant und besonders erfreulich war die zu erlebende weitgehende Übereinstimmung unserer Positionen mit denen des Fachausschusses Kultur. Dies kam zwar nicht unerwartet, fanden doch in den letzten zwei Jahren zahlreiche Abstimmungsgespräche statt, war aber ein klares und wichtiges Signal für den weiteren Verlauf der Überarbeitung der FFRL.

Dieser wird nämlich zum einen noch Monate in Anspruch nehmen und uns zum zweiten nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur Mitwirkung offerieren. Als nächstes wird das Kulturamt die Ergebnisse des Workshops als Grundlage für die weitere Arbeit protokollieren und allen Beteiligten zur Kenntnis geben. Anschließend wird das Amt die Anträge prüfen und “gegebenenfalls in die Überarbeitung des aktuellen Entwurfs einfließen lassen”. Danach dreht der neue Entwurf die verwaltungsinterne Mitzeichnungsrunde, um dann (vielleicht noch vor der Sommerpause, vielleicht aber auch nicht) dem Fachausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt zu werden. Das ist der Moment, in dem eine Mitwirkung von Nicht-Stadt-Verwaltern wieder möglich ist.

Jetzt sind wir erst einmal gespannt, wie sich unsere Anträge im amtlichen Protokoll des Workshops wiederfinden. Wir haben unseren derzeit möglichen Beitrag geliefert und bleiben weiter dran.

Hoffentlich klappt´s im dritten Anlauf

3 volle Jahre warten wir nun schon auf die Neufassung der Fachförderrichtlinie Kultur. Da die alte in vielen Punkten nicht mehr den realen Anforderungen genügt, hagelte es von Leipzig+Kultur und dem Fachausschuss Kultur massive Kritik und letztlich wurde das Kulturamt beauftragt, eine Novellierung vorzunehmen. Wohlgemerkt unter Beteiligung der Vertreter der Freien Szene und der Kulturpolitik. Was wir erlebt haben, war ein unsäglicher Workshopprozess im Spätherbst 2011, bei dem aufgrund mangelhafter Einladung und missglückter Moderation die Beteiligten von der Stange gingen. Anschließend arbeitete das Kulturamt autark weiter und hat ziemlich genau ein Jahr später einige Kulturvertreter “beteiligt”, indem ihnen Teile des Entwurfs vorgelesen wurden und diese ad hoc Änderungen/Ergänzungen benennen, bzw. ihr Okay geben sollten. Beides war auf diese Weise nicht möglich.

Auf Druck von Leipzig+Kultur und des Kulturausschusses wird nun ein dritter Anlauf unternommen. Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf die Arbeit.

Weitere Details sind in unserer diesbezüglichen Pressemitteilung zu lesen.

Fünf Prozent sind nicht 5%

Die Linke hat nachgefragt und das Ergebnis kam nicht unerwartet (siehe deren Pressemitteilung hierzu): Auch bei der Prozentrechnung werden in Leipzig unterschiedliche Ellen angelegt. Während die städtischen Kulturbetriebe keine Mieten an die Stadt zahlen, müssen das die freien Kulturzentren natürlich tun – aus den zuvor von der Stadt erhaltenen Kulturfördermitteln. Der Mantel eines guten Kämmerers hat eben 2 Taschen – mindestens.

Natürlich fehlt dieses Geld dann bei der inhaltlichen Arbeit, für die Kulturförderung eigentlich ausgereicht wird.

Zum Glück fällt das in Leipzig aber nur geringfügig ins Gewicht, denn bei den Eigenbetrieben, die fast 95% der städtischen Kulturfördermittel erhalten, findet dieser Abzug ja nicht statt. Und wenn man von ganz wenig noch mal ein bißchen abzieht – bleibt doch immerhin noch etwas übrig, oder?

Ein Thema, das uns die nächsten Jahre – bis zu seiner Lösung – beschäftigen wird.

Ein Schritt voran

Die Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen. Der Leipziger Stadtrat hat “das Kulturamt aufgefordert, noch in diesem Jahr den Enwurf einer neuen Fachförderrichtlinie Kultur vorzulegen und mit den Vertretern der freien Szene zu diskutieren.” Die komplette Pressemitteilung kann hier nachgelesen werden.

Da zur gleichen Zeit auch die die übergeordnete Rahmenrichtlinie zur Fördermittelvergabe der Stadt Leipzig novelliert wird, können beide Richtlinien wechselseitig abgestimmt werden. Damit wird eine zentrale Forderung angegangen, die Vertreter der Vereine und Verbände gemeinsam im Juni an die Stadt und den Oberbürgermeister herangetragen hatten. Wir erwarten gespannt das Gesprächsangebot seitens des Kulturamtes, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Vielen Dank bei dieser Gelegenheit an Skadi Jennike, die sich seit langem kompetent im Fachausschuss Kultur und im Stadtrat für die Belange der Freien Szene einsetzt.

Ideenwerkstatt zum Stadtjubiläum

Die Beschäftigung mit dem Stadtjubiläum 2015 nimmt in der Initiative fahrt auf. Beim Arbeitstreffen am 29. herrschte Einigkeit darüber, dass eine Teilnahme am offiziellen Programm Chancen für uns bietet, die wir nutzen möchten (Protokoll). Mit Einsatz, aber natürlich nicht um des reinen Feierns willen. Und natürlich nicht zum Nulltarif!
Konkret schwebt uns ein Konvent/Kongress/Festival vor, welches sich mit den aktuellen Herausforderungen beschäftigt, denen sich freie Kulturprojekte stellen müssen.

Der nächste Schritt ist eine Ideenwerkstatt oder ein Kreativworkshop, ganz wie es beliebt. Er wird am 12. Juni von 15-18 Uhr in der Moritzbastei stattfinden. Der Workshop ist offen für alle aktiven freien Kulturmacher, Vertreter von Medien und Ämtern verstehen bitte, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt über die Ergebnisse informieren werden.

Die zu bearbeitenden Themenschwerpunkte sind unter anderem:

- Wie kann sich die freie Szene einbringen?
- Wie kann ein Konvent / Festival organisiert werden?
- Welche Resourcen werden benötigt?
- Welche inhaltlichen Schwerpunkte wollen wir setzen?
- Welche kulturellen Projekte sind vorstellbar?

Mit den Ergebnissen der Ideenwerkstatt erarbeiten wir im Anschluss ein Konzeptionspapier, welches Ende Juni dem Kulturdezernat übergeben werden soll. Wir hoffen auf rege Beteiligung, bitte meldet euch mit folgenden Angaben bis zum 7. Juni unter info@leipzigpluskultur.de verbindlich an!

- Teilnehmeranzahl
- Name, Vorname
- Institution / Projekt / Betätigungsfeld

Danke & bis dahin!